„Berlin-Brandenburg forscht für Europa“ –Start neuer EU-Forschungsgemeinschaften in der Region

Das Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg organisierte gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Berlin sowie zahlreichen weiteren Kooperationspartnern am 06.Mai 2010 im Rahmen der 2. Europäischen KMU-Woche sowie der Europawoche 2010 eine Veranstaltung unter dem Titel „Berlin-Brandenburg forscht für Europa - Halbzeitbilanz des 7. Forschungsrahmenprogramms und Vorstellung der Knowledge and Innovation Communities in der Hauptstadtregion“. Die Veranstaltung fand ebenfalls im Rahmen des „Berliner Wissenschaftsjahrs 2010“ statt. Insgesamt mehr als 140 Teilnehmer konnten sich ein Bild von der bisherigen, eindrucksvollen Bilanz der Forschungsaktivitäten in der Hauptstadtregion machen. Ziel der Veranstaltung war es jedoch nicht nur, das bereits Erreichte einem breiten Publikum zu präsentieren, sondern bereits jetzt eine Vorausschau auf Künftiges zu wagen.

Neben zahlreichen Jubiläen renommierter Forschungsinstitute, Universitäten und Akademien in Berlin zieht 2010 auch das wichtigste EU-Förderprogramm für Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung Halbzeitbilanz.
Eine wichtige aktuelle Entwicklung in der Forschungslandschaft Berlin-Brandenburgs sind die neu etablierten Knowledge and Innovation Communities (KICs) in der Region. Die KICs sind Initiativen des European Institute of Innovation and Technology (EIT) in Budapest, zwei KICs in Berlin und Potsdam konnten sich erfolgreich gegen die zahlreichen internationalen Mitbewerber durchsetzen.



Während der Podiumsdiskussion zu den genannten Themen diskutierten renommierte Vertreter der regionalen sowie der europäischen Politik und Wissenschaft über die Möglichkeiten, die sich für Berlin-Brandenburg in der europäischen Forschungslandschaft bieten und welche Erfolge die Hauptstadtregion bereits erzielt hat.
Dr. Martin Bohle, Generaldirektion Forschung der EU-Kommission und Frau Prof. Ulrike Woggon, Vizepräsidentin für Forschung an der TU Berlin verwiesen in der Podiumsdiskussion zu Beginn auf die erfolgreiche Beteiligung der Hauptstadtregion an EU-Forschungsprojekten. Durch das 7. Forschungsrahmenprogramm konnten bisher über 250 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro, an denen nicht nur Forschungseinrichtungen, sondern auch regionale Unternehmen beteiligt sind, erfolgreich in die Hauptstadtregion geholt werden. Beide Referenten äußerten sich zu den ersten Überlegungen für das nächste Forschungsrahmenprogramm ab 2013 und sprachen über die Vision 2020 für den Europäischen Forschungsraum. Dass europäische Forschungsprojekte durchaus auch eine Möglichkeit für kleine und mittlere Unternehmen sind, sich zu internationalisieren und Innovationen zu entwickeln, betonten sowohl Frau Dr. Hass von der IHK Berlin als auch Herr Kneifel-Haverkamp, Leiter des Referates EU-, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Koordinierung EU-Förderung beim Ministerium für Wirtschafts- und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg. Den Vorteil der engen Vernetzung zwischen den Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg gilt es, noch in der zweiten Hälfte des Forschungsrahmenprogramms, verstärkt aber in der nächsten Förderperiode ab 2013 auszuspielen.

In den anschließenden Vorträgen hatten die Teilnehmer der Veranstaltung Gelegenheit, sich mit einigen der präsentierten Themen näher vertraut zu machen. Neben der Vorstellung der beiden KICs durch Dr. Bub von der EICT GmbH für das KIC IKT und Dr. Jörg Pietsch vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung für das KIC Klima wurde das 7. Forschungsrahmenprogramm  und die Beteiligungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen näher erläutert.  Für künftige Entwicklungen und für die Zukunft der Forschungsförderung – und das nicht nur auf EU-Ebene - werden die KICs eine besondere Rolle spielen.
Herr Thomas Keese von der WITT IndustrieElektronik GmbH stellte als erfolgreicher Antragsteller das Projekt „VIT – Vision for Innovative Transport“ vor und berichtete über die Chancen und Risiken einer  Mitarbeit an einem auf EU-Ebene geförderten Forschungsprojekt.

Das EU-Büro beim Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg stellten ergänzend dazu ihre  Beratungsdienstleistungen für Antragsteller in EU-Förderprogrammen vor.

Parallel zur Podiumsdiskussion und den Vorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an den Informationsständen weitere Einblicke in durch die EU geförderte regionale Forschungsprojekte zu bekommen und mit Mitarbeitern von Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen für Antragsteller in EU-Förderprogrammen Kontakt aufzunehmen.  

Präsentationen der Veranstaltung

Zum Info-Korb hinzufügen Information und Beratung bei EU-Förderprogrammen durch das Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg
Eckhard Behrendt, Koordinator des Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg

Zum Info-Korb hinzufügen Einführung in das 7. Forschungsrahmenprogramm und in das Competitiveness and Innovation Framework Programme
Alexandra Pohl, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg

Zum Info-Korb hinzufügen Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen im 7. Forschungsrahmenprogramm

Bernd Meyer, Nationale Kontaktstelle KMU, Zenit GmbH

Zum Info-Korb hinzufügen Unterstützungsstrukturen für deutsche Antragsteller im 7. Forschungsrahmenprogramm

Alexandra Burgholz, EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Zum Info-Korb hinzufügen Erfahrungen eines erfolgreichen Antragstellers im 7. Forschungsrahmenprogramm - Vision for Innovative Transport (VIT)

Thomas Keese, WITT Industrieelektronik GmbH

Zum Info-Korb hinzufügen Fotoalbum


Ihre Ansprechpartner zum Thema "Europawoche_2010":
Davina Wenninger · Tel: (030) 39980 282 (Email)

 
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Zuletzt bearbeitet am 21.05.2012
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