Think Small First
Die EU-Kommission in Brüssel bemüht sich, unter dem Prinzip "Think Small First", die Belange von kleinen und mittleren Unternehmen mehr in den Fokus ihrer Politik zu setzen.
Im Juni wurde der „Small Business Act“ verabschiedet und der symbolische Startschuss für den ehrgeizigen Plan gegeben, Europa unternehmerfreundlicher zu machen sowie bessere Geschäftsbedingungen zu garantieren. Gemeinsam mit Interessensvertretern, KMU-Verbänden sowie den Mitgliedstaaten wurden Anfang des Jahres fast 500 Meinungsäußerungen in einer öffentlichen Anhörung eingeholt, die unmittelbaren Eingang in den Text des Small Business Act fanden. Er umfasst 10 Grundsätze der politischen Ebene sowie konkrete Maßnahmen für Unternehmen, die den Zugang zu Märkten erleichtern, den Verwaltungsaufwand einschränken und das Interesse an der Tätigkeit als Unternehmer wecken sollen.
Abbau von Verwaltungslasten:
Unternehmen sollen nicht mehr mit einer Vielzahl von Formularen und Berichtspflichten konfrontiert werden, sondern Gründungen innerhalb einer Woche und Erteilung von Unternehmenslizenzen innerhalb von 4 Wochen festgeschrieben werden.
Zugang zu Finanzmitteln:
Nach wie vor haben KMU Schwierigkeiten, für ihre Geschäftstätigkeit notwendige Finanzierungsmodelle zu finden. Hier plant vor allem die Europäische Investitionsbank (EIB), die Lücken mit einfacheren und moderneren Förderinstrumenten zu schließen
Unterstützung bei Erschließung des Binnenmarkts:
Für die Entfaltung des internationalen Marktpotenzials der KMU soll die Vergabe öffentlicher Aufträge erleichtert und die Europäische Privatgesellschaft (EPG) als Unternehmensform für die Gründung von Niederlassung im Ausland eingeführt werden.








