Die Europäische Union (EU) hat eine Reihe von Initiativen gestartet, die Öko-Innovationen fördern und die die Umsetzung des Aktionsplans für Umwelttechnologie (ETAP) im Rahmen des Programms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) unterstützen. Von 2008 bis 2013 werden knapp 200 Mio. Euro für die Finanzierung von Projekten bereitgestellt, die Öko-Innovation in Europa fördern.
Ziel ist es, die Position Europas in punkto Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, wie etwa durch die Förderung bon Lösungen, die die Umwelt schützen, und durch die gleichzeitige Schaffung eines größeren Marktes für "grüne" Technologien, Managementmethoden, Produkte und Dienstleistungen.

Ziele der Initiative:

Unterstützung der Erstanwendung und Marktetablierung von innovativen Technologien und Verfahren;
Überbrückung der Kluft zwischen Forschung & Entwicklung und der Industrie;
Überwindung der noch vorhandenen Marktschranken, die derzeit dem Erfolg von öko-innovativen Produkten und Dienstleistungen im Weg stehen, insbesondere denjenigen, die von europäischen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) entwickelt werden.


Finanzierung:

Um im Rahmen der Initiative CIP Öko-Innovation förderfähig zu sein, müssen Projekte einen innovativen Ansatz verfolgen und klare und substanzielle Vorteile für die Stärkung der europäischen Umweltschutzpolitik aufweisen. Außerdem müssen sie ein Potenzial für die Umsetzung in marktfähige Produkte und Lösungsansätze sowie für eine breitere Absatzfähigkeit und Anwendbarkeit demonstrieren. Es werden ausschließlich Projekte berücksichtigt, die sich in punkto Umsetzung, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz durch hohe Qualität auszeichnen.

Die jährlichen Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen werden normalerweise im April jeden Jahres veröffentlicht mit einer Einreichfrist Anfang September. Die Eurpäische Kommission hat für jeden Aufruf ca. 30 Millionen vorgesehen, ein Betrag, der voraussichtlich bis 2013 ansteigen wird, und freut sich besonders auf bewerbungen von KMU. Die Europäische Gemeinschaft kann für bis zu 50% der förderfähigen Projektkosten aufkommen.



Prioritäten:

Vorrang wird den Sektoren eingeräumt, dei zu bedeutenden potenziellen Verbesserungen bei den Umweltauswirkungen ihrer Betriebe, Produkte oder Dienstleistungen führen können. Die Prioritäten ändern sich von Jahr zu Jahr, je nach Projektergebnissen und Zuweisung früherer Mittel.

Zu den bisher geförderten Prioritäten gehören:

Recycling: Verbesserung der Verfahren zur Abfallsortierung, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Recyclingunternehmen sowie Entwicklung neuer Recyclinglösungen und innovativer Produkte aus Recyclingmaterial.

Gebäude- und Bausektor: Darunter fallen zum Beispiel innovative Produkte für den Bausektor, die Herstellung von nachhaltigen Baustoffen und -techniken, die bessere Verwendung von Recyclingmaterial und erneuerbaren Ressourcen für die Bauwirtschaft sowie neue Technologien für die Wasseraufbereitung und Wassereinsparung.

Lebensmittel und Getränke: Themen wie z.B. sauberere Herstellungs- und Verpackungsverfahren, die Konzipierung effizienterer wasserwirtschaftlicher Verfahren und Innovationen für die Abfallreduzierung, Recycling und Rückgewinnung, sowie Methoden zur effizienteren Ressourcennutzung. Jüngst erhielten Sektoren mit neträchtlichen Umweltauswirkungen den Vorrang, so zum Beispiel die Milch- und Fleischindustrie.

Grünere Unternehmen und grüner Einkauf: beispielsweise Anreize für Unternehmen beim Einkauf in verstärktem Maße Umweltkriterien zu berücksichtigen und für effiziente Ressourcennutzung; Unterstützung von Unternehmen bei der Einführung grünerer Produktion und Produktionsverfahren und die Integration von öko-innovativen Techniken in der Zuliefererkette.


Antrags- und Teilnahmeberechtigte:

Bevorzugt sollen KMU und private Organisationen gefördert werden, aber prinzipiell stehen die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen allen juristischen Personen offen, die in einem der folgenden Länder niedergelassen sind:
    • in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen;
    • in Albanien, Kroatien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Israel, Montenegro, Serbien und der Türkei;
    • in anderen Drittländern der EU, sofern dort die entsprechende Vereinbarung in Kraft ist.

    Weitere Informationen:

    Zum Info-Korb hinzufügen Flyer

    Zum Info-Korb hinzufügen Offizielle Website der Eco-Innovation Innitiative

     
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    Zuletzt bearbeitet am 05.02.2012
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